Wo Chaos und Ordnung miteinander tanzen,
entzündet sich der Funke der Kreativität.

G. Lenz, G. Osterhold, H. Ellebracht
(In: Erstarrte Beziehung, heilendes Chaos)

 

Entstehung der systemischen Therapie

Die "Systemische Therapie" entstand aus der Familientherapie der 70er und 80er Jahre. An unterschiedlichen Stellen auf dem Globus stellten Therapeuten fest, das 'psychisch krankes Verhalten' im Kontekt der Familiensituation oft einen 'versteckten' aber wichtigen Sinn ergab.

In etwas so, wie das seltsame Verhalten eines schwarz gekleideten Mannes 'verrückt' wirkt, der mit einer Trillerpfeife über einen Rasenplatz rennt und ausladende Gesten macht, wenn man ihn isoliert betrachtet, dann aber einen Sinn ergibt, wenn seine Umgebung berücksichtigt: Ein Stadion, viele Zuschauer, zwei Mannschaften und vor allem ... einen Fußball.

Aus diesem Verständnis, dass psychische 'Symptome' eines Patienten am besten im Umfeld seiner Familie verstanden und geheilt werden können, entwickelten innovative Therapeuten wie Virginia Satir, Paul Watzlawik, und Mara Selvini Palazzoli unterschiedliche Strategien um psychische 'Erkrankungen' aus einem systemischen Ansatz heraus zu verstehen und zu verändern.

 
Methoden der Systemischen Therapie

Aus diesen verschiedenen Ansätzen und Ideen entwickelten sich die heute gebräuchlichen Techniken & Methoden wie z.B. Zirkuläres Fragen, Reframing, Paradoxe Intervention, Familienskulpturen, Genogramme. Allen diesen Ansätzen gemeinsam ist die Idee, dass psychische Probleme nicht unveränderbares Schicksal sondern 'entgleiste Lösungsversuche' sind.